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Haiders Erbe zwingt Österreich zum Handeln

Pressemitteilung vom 16.04.2015

 

FREIE WÄHLER zu neuen Horrorszenarien der Hypo Alpe Adria


Pohl: Haiders Erbe zwingt Österreich zum Handeln


München. Die Horrormeldungen zur Hypo Alpe Adria reißen nicht ab, nun ist nach der BayernLB auch die Hypo Real Estate (HRE) betroffen. Sie muss – wie andere deutsche Kre-ditinstitute und Versicherungen auch – ihr Engagement bei der HGAA und deren Abwick-lungsanstalt Heta um 50 Prozent abschreiben. Der Bankenexperte der FREIEN WÄHLER, Bernhard Pohl, fordert Österreich zum Handeln auf: „Das Erbe des früheren österreichi-schen Spitzenpolitikers Jörg Haider, die Hypo Group Alpe Adria, wird zu einer ernsten Belas-tung des deutschen Finanzmarkts. Die Republik Österreich ist nun gefordert. Wir erwarten, dass sie sich nicht wegduckt, sondern für Sicherheit auf den Kapitalmärkten sorgt und für die Verluste gerade steht, die die ehemalige Staatsbank ausländischen Instituten zufügt, anstatt sich mit fragwürdigen Insolvenzspielereien aus der Verantwortung zu stehlen.“
Pohl fordert an erster Stelle eine rasche und lückenlose Bestandsaufnahme: „Als die BayernLB Ende 2008 in Schieflage geriet, haben Bank, Staatsregierung und Bayerischer Landtag die Risiken mit Hochdruck identifiziert, die Bank neu aufgestellt und die gefährlichen Bereiche abgestoßen. So ist es gelungen – wenn auch mit erheblichen Verlusten – die HGAA, die ungarische MKB und die amerikanischen ABS-Papiere loszuwerden. Bei der HGAA hat man offensichtlich bis heute keine sorgfältige Analyse des Ist-Zustandes vorge-nommen. Ansonsten wäre es undenkbar, dass sich ständig neue Milliardenlöcher auftun. Ein derartiger Blindflug über Jahre hinweg ist gegenüber den deutschen Banken und allen ande-ren Geschäftspartnern unverantwortlich.“
Der stellvertretende Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Pohl sorgt sich ins-gesamt vor sinkendem Vertrauen in die Kreditinstitute. „Die bedenklichen Machenschaften der österreichischen Politik im Umgang mit ausländischen Gläubigerbanken schaden dem Finanzplatz Österreich, aber auch dem Vertrauen der Bevölkerung in die Seriosität der ge-samten Bankbranche. Es darf nicht sein, dass grundsolide arbeitende Sparkassen, Genos-senschaftsbanken und auch zahlreiche Geschäftsbanken durch ein österreichisches Institut in Misskredit gebracht werden“, so Pohl abschließend.