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Freie Wähler besuchen Israelitische Kultusgemeinde

Unser Pressefoto, das Sie kostenfrei verwenden können, zeigt v.l.: MdL Dr. Karl Vetter, MdL Manfred Pointner, Prof. Dr. Abi Pitum ( Internationaler Rat der Christen und Juden e.V.) , MdL Markus Reichhart, MdL Florian Streibl, MdL Claudia Jung, MdL Bernhard Pohl, MdL Alexander Muthmann, MdL Günther Felbinger, Dr. Charlotte Knobloch ( Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern) , MdL Peter Meyer, MdL Dr. Leopold Herz, MdL Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, Aaron Buck ( Pressereferent und Redakteur der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern)

Pressemitteilung vom 21.06.2012

 

 

FREIE WÄHLER besuchten Israelitische Kultusgemeinde in München

 

Streibl: 850 Jahre jüdische Tradition sind wieder fester Bestandteil Münchens


München (ml). Die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag hat am Mittwoch die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern besucht. Deren Präsidentin, Charlotte Knobloch, freute sich über das rege Interesse der Abgeordneten Claudia Jung, Florian Streibl, Dr. Karl Vetter, Peter Meyer, Manfred Pointner, Markus Reichhart, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, Günther Felbinger, Alexander Muthmann, Bernhard Pohl und Dr. Leopold Herz.

 

Knobloch: „ Für mich ging mit der Eröffnung des jüdischen Gemeindezentrums ein Traum in Erfüllung. Dies ist ein Ort der Begegnung mitten in München, der auch anderen Religionen und Kulturen jederzeit offensteht und zur Diskussion über Probleme und Perspektiven unserer Gesellschaft einladen soll.“ Dadurch, so Knobloch weiter, sei aus einem ‚Nebeneinander‘ von Juden und Nichtjuden wieder ein ‚Miteinander‘ geworden. Auf die Sorgen Knoblochs vor einer weiteren Zunahme von Antisemitismus und rechtsradikaler Gewalt angesprochen, bekannte der Parlamentarische Geschäftsführer und kirchenpolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Florian Streibl: „Es erschreckt uns immer wieder, wie wenig manche Menschen aus der jüngeren deutschen Geschichte gelernt haben. Wir FREIEN WÄHLER lehnen jeglichen Radikalismus ab und begrüßen es sehr, dass das Judentum wieder ein fester Bestandteil im Gemeindeleben Münchens geworden ist.“

 

Auch die nach übereinstimmender Auffassung von Knobloch und den Abgeordneten unsachliche Israelkritik des Schriftstellers Günter Grass wurde bei dem Gedankenaustausch thematisiert. Innenpolitiker Bernhard Pohl: „Die literarisch verpackte Entgleisung in Grass‘ Gedicht ‚Was gesagt werden muss‘ haben wir FREIE WÄHLER seinerzeit nicht widerspruchslos hingenommen, sondern uns klar positioniert: Grass‘ Äußerungen sind antisemitisch und damit Wasser auf den Mühlen des in Deutschland leider noch immer existenten braunen Ungeists. Der Literaturnobelpreisträger muss sich vorwerfen lassen, solchem Gedankengut neue Nahrung zu geben – gewollt oder ungewollt.“

 

Knobloch befürwortete einen neuen Anlauf zum Verbot der NPD und forderte ein härteres Vorgehen gegen Demonstrationen von rechtsextremistischen Gruppierungen. „Dieses Land hat es nicht verdient, wegen Bildern des braunen Mobs im Ausland in Misskredit zu geraten.“ Die Abgeordneten der FREIEN WÄHLER sagten zu, extremistische Parteien jedweder Couleur künftig noch effektiver bekämpfen zu wollen. „Dafür werden wir uns im Landtag auch weiterhin engagieren“, so Streibl abschließend.

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