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Bahnhof Lindau – Gefahr für Mensch und Umwelt?

PM vom 2.06.2014:

 

 

Freie Wähler fordern umgehend Transparenz für Altlastenproblematik:

Bahnhof Lindau – Gefahr für Mensch und Umwelt?

 

Mit großer Besorgnis reagieren die Allgäuer Landtagsabgeordneten Dr. Leopold Herz (Wertach) und Bernhard Pohl (Kaufbeuren) auf die Meldungen des Bayerischen Rundfunks, wonach seit Jahrzehnten vom Bahnhofsgelände auf der Insel Lindau Schadstoffe in den Bodensee gelangen. Laut bahninternen Gutachten, so der BR, hätten die gemessenen Konzentrationen im Grundwasser teils um das Vielfache höher gelegen als der höchste behördliche Grenzwert (Stufe II-Wert), bei dem bereits eine erhebliche Gewässerverunreinigung besteht und Sofortmaßnahmen zu prüfen sind. Bahn und Behörden sei dieser Umstand seit Jahren bekannt, die Sanierung werde aber erst nach der Verlegung des Bahnhofs auf das Festland in Angriff genommen. Die Sanierungskosten beliefen sich laut einer internen Studie von 2009  auf mehr als 6,6 Millionen Euro und dürften künftig im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Herz und Pohl kündigen eine umfassende Anfrage an die Bayerische Staatsregierung an: „Der Bodensee ist der größte Trinkwasserspeicher Europas. Sollte sich der Verdacht, dass hochgiftiges Arsen und andere  Schadstoffe in gesundheits- und umweltgefährdender Konzentration in den See gelangen, bestätigen, wäre dies ein gravierendes Versagen der Sicherheitsbehörden, der Bayerischen Staatsregierung, aber auch der Bahn. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass mit der Gesundheit der Menschen gespielt wird. Eine endgültige Bewertung ist aber erst dann möglich, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen. Ich verlange daher umgehend umfassende Transparenz der Beteiligten gegenüber der Bevölkerung, so Dr. Leopold Herz, der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Lindau.

Sein Allgäuer Kollege Bernhard Pohl sieht insbesondere auch die Bahn in der Pflicht: „Die Behörden waren mit gutem Grund bei Altlastenfällen sehr streng. Selbst bei Verdachtsfällen wurden umfangreiche Maßnahmen gefordert. Das hat private Grundstückseigentümer vor teilweise große Herausforderungen gestellt. Es kann doch nicht sein, dass für die in staatlicher Hand befindliche Deutsche Bahn hier eine Ausnahme gemacht wird. Ich erwarte, dass die Bahn Sofortmaßnahmen trifft, um eine weitere Gewässerverunreinigung zu verhindern und die Sanierung unverzüglich in Angriff nimmt. Die Situation wird nicht besser, wenn man Jahre zuwartet. Bei der Veräußerung des Areals müssen die Kosten für die Sanierung im Übrigen bei der Bah  bleiben. Hier darf sich der Eigentümer nicht aus der Verantwortung stehlen und die Kosten der Allgemeinheit aufbürden.“

Beide Politiker sind darüber einig, dass nun Eile geboten ist. Die transparente Aufklärung der Bevölkerung und die erforderlichen Sofortmaßnahmen dürften nicht auf die lange Bank geschoben werden. Dabei sehen sie, sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, einen Skandal gewaltigen Ausmaßes: „Sollte tatsächlich eine Gefahr für Mensch und Umwelt vom Lindauer Bahnhofsgelände auf der Insel ausgehen, so hat dies eine wesentlich größere Dimension als etwa der Skandal um das Bäckereiimperium „Müller-Brot“ oder die „Pferdelasagne“. Dort ging es in beiden Fällen nicht um Gesundheitsgefährdung, hier möglicherweise  schon, so die beiden Abgeordneten abschließend.