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Das griechische Dilemma

Die einen reden von der Notwendigkeit einer Insolvenz Griechenlands. Die anderen wollen einen Rettungsschirm nach dem anderen aufspannen. Was ist davon zu halten?

Der Grundgedanke zumindest des deutschen Insolvenzrechts lautet: Es  tritt an die Stelle des Schuldners ein Insolvenzverwalter, der die Befugnis erhält, über das Vermögen des Schuldners zu verfügen. Übersetzt man dies auf Griechenland, würde ein von den Gläubigern Griechenlands eingesetzter Treuhänder über das griechische Staatsvermögen verfügen und auch in die laufenden Geschäfte eingreifen. Wenn ein derartiges Insolvenzverfahren ernsthaft in Erwägung gezogen wird, dann müsste dieser Treuhänder auch das Recht haben, den Haushalt des Landes eigenmächtig zu verändern und die Ausgaben so weit zu reduzieren, dass mit den erzielten Einnahmen eine Deckung erreicht wird. Auch müsste dieser Treuhänder die Möglichkeit erhalten, gegebenenfalls die Einnahmen zu erhöhen. Wie soll  das mit demokratischen Prinzipien in Einklang zu bringen sein?  Ich fühle mich eher in die Kolonialzeit zurückversetzt, wenn ich so etwas höre.

Was tun? Kann es richtig sein, einen Rettungsschirm nach dem anderen aufzuspannen? Ich denke schon, dass Griechenland kein Fass ohne Boden sein darf.   Wenn die Griechen bereit sind, einen knallharten Sparkurs zu fahren, und gleichzeitig auch auf der Einnahmenseite zumindest die Steuern einzutreiben und da und dort auch zu erhöhen, kann und muss man helfen. Allerdings meine ich, dass die richtige Lösung nicht in ständigen Ausweitungen bestehender Schulden liegt, sondern in einer sinnvollen Umschuldung mit einem Sanierungszins, wie es bei privatwirtschaftlichen Unternehmen häufig erfolgreich praktiziert wird. Gewährung von Sanierungskrediten zu minimalen Zinssätzen, im Gegenzug das Versprechen, keine neuen Kredite aufzunehmen: Dann könnte die Differenz zwischen Sanierungszins und derzeitigem Zins zur Tilgung verwendet werden, und Griechenland würde  seine Schulden nach und nach reduzieren.