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Atomkatastrophe in Japan

 

Atomkatastrophe in Fukushima

 

Mich hat das unglaublich mitgenommen. Ein absoluter Horror! Japan wird von einem unvorstellbaren Erdbeben und im Nachgang von einem Tsunami heimgesucht. Als ob das nicht schlimm genug wäre – als Folge dieses schrecklichen Ereignisses gerät das Atomkraftwerk außer Kontrolle. Eine ganze Region wird radioaktiv verseucht, todesmutige Menschen kämpfen darum, noch Schlimmeres zu verhindern. Der Kampf dieser Menschen, die stündlichen Schreckensmeldungen, haben mich fast so sehr mitgenommen wie vor 35 Jahren das Geiseldrama von Mogadishu.

Welche Konsequenzen müssen wir in Deutschland ziehen? Eine politische Diskussion hat eingesetzt. Ist die friedliche Nutzung der Kernenergie verantwortbar?

Meine Freien Wähler tun sich da sehr leicht. Sie haben sich gegen die Verlängerung der Restlaufzeiten ausgesprochen und für einen schnellen Ausstieg. Ich habe es da wesentlich schwerer: Ich war ein klarer Befürworter der Kernenergie. Ich muss aber ehrlich zugeben, ein Ereignis wie in Fukushima habe ich für undenkbar gehalten. Und da hilft es mir nicht, wenn es jetzt heißt, in Deutschland könne das nicht passieren, weil wir kein Erdbebengebiet sind. Keine Frage! Aber gibt es vielleicht andere Risiken, an die wir gar nicht denken?

Andererseits: Für Aktionismus gebe ich mich nicht her. Es macht nach wie vor keinen Sinn, wenn wir aus der Atomkraft aussteigen und Atomstrom aus Frankreich und  - insbesondere - aus Temelin beziehen.  Für die Menschen in Passau ist ein Unfall im Kraftwerk Temelin in Tschechien schlimmer, als wenn in Landshut oder Grafenrheinfeld etwas passiert.

Sollen wir die Energieversorgung auf europäischer Ebene lösen? Es spricht vieles dafür. Aber dann muss man auch wissen, dass Europa, wenn es sich für Kernkraft ausspricht, auch den Bau neuer Kraftwerke in Deutschland verlangen kann.

Eine weitere sehr schwierige Frage: Wenn die Nutzung der Kernenergie nicht verantwortbar ist, wenn die Risiken zu hoch sind, dann müsste man aber wohl gleich aussteigen und nicht erst in 5, 10 oder gar 20 Jahren. Denn eines ist auch richtig: Wäre Fukushima vor wenigen Wochen in Deutschland passiert, dann hätte keine politische Partei für sich in Anspruch nehmen können, dafür keine Verantwortung zu tragen. Denn auch nach dem Ausstiegsszenario von Rot-Grün wären die Atommeiler derzeit noch am Netz.